Neuer Rekord 2025: Dokumentation Obersalzberg begrüßt über 213.000 Gäste
Die Dokumentation Obersalzberg hat im Jahr 2025 einen neuen Besuchsrekord aufgestellt: Mehr als 213.000 Interessierte besuchten die Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“. Damit übertraf das Museum den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2024 erneut deutlich.
Nach dem Rekordjahr 2024 mit über 205.000 Gästen setzte sich der positive Trend auch im Kalenderjahr 2025 fort: Mehr als 213.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich in der Dokumentation Obersalzberg über die historische Bedeutung des Ortes und die nationalsozialistischen Verbrechen. Dies entspricht einer Steigerung von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
„Die Tatsache, dass auch 2025 so viele Menschen die Dokumentation Obersalzberg besuchen, werten wir als deutliches Zeichen für die anhaltende Bedeutung historisch-politischer Bildung“, sagt Sven Keller, Leiter der Dokumentation Obersalzberg. „Die intensive Beschäftigung unserer Gäste mit diesem Ort und seiner Geschichte zeigt, wie wichtig eine fundierte, verantwortungsvolle Vermittlung der nationalsozialistischen Verbrechen bleibt – und wie groß die Nachfrage danach ist.“
Im Zentrum der Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ steht der Obersalzberg als historischer Ort, den Adolf Hitler ab 1933 zu seiner Wahlheimat ausbaute. In fünf Kapiteln thematisiert die Ausstellung den Spannungsbogen zwischen der scheinbar idyllischen Berglandschaft und den von hier aus mitverantworteten Verbrechen der NS-Herrschaft. Rund 350 Objekte, Dokumente, Fotografien und multimediale Stationen beleuchten die Rolle des Obersalzbergs als Machtzentrum des NS-Regimes und rücken zugleich die Perspektiven der Opfer in den Fokus.
Die Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ wurde 2025 mit dem Luigi-Micheletti-Award der European Museum Academy ausgezeichnet und ist für den European Museum Award 2026 nominiert. Sie ist seit September 2023 in einem deutlich größeren Neubau zu sehen. Mit dem erweiterten Raumangebot reagierte der Freistaat Bayern auf die anhaltend hohen Besuchszahlen der ersten 1999 eröffneten Ausstellung, die zuletzt an räumliche Grenzen gestoßen war. Auch 2025 war die Nachfrage nach Rundgängen, Workshops und Abendveranstaltungen ungebrochen hoch.