Fachgespräch zu Fake News, Sozialen Medien und KI in der Dokumentation Obersalzberg
Dokumentation Obersalzberg / Foto: Leonie Zangerl
Das 17. Fachgespräch zur politischen Bildung an historischen Orten des Nationalsozialismus fand in diesem Jahr in der Dokumentation Obersalzberg statt. Veranstaltet wurde es in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft historisch-politische Bildung Bayern unter Koordination des Instituts für Jugendarbeit Gauting.
Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung kamen Expertinnen und Experten aus der historisch-politischen Bildung, der Jugendarbeit und aus Museen und Gedenkstätten zusammen. In Workshops, Rundgängen und Diskussionsformaten tauschten sie sich über aktuelle pädagogische Ansätze sowie über die Bedeutung von Medienkompetenz in der politischen Bildung aus – insbesondere im Umgang mit Fake News, Sozialen Medien und Künstlicher Intelligenz.
Im Mittelpunkt stand die Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ der Dokumentation Obersalzberg. Diese verdeutlicht, wie eng der Obersalzberg mit den Verbrechen und der Propaganda des NS-Regimes verbunden war und wie Bilder und deren mediale Verbreitung zur Inszenierung Hitlers als scheinbar volksnahen „Führer“ beitrugen. Aufbauend darauf setzten sich die Teilnehmenden mit Propagandaformen der NS-Zeit auseinander und diskutierten deren Bedeutung für heutige mediale Praktiken und Kommunikationsstrategien.
Zum Abschluss des Fachgesprächs standen die aktuellen Herausforderungen für politische Bildung und Jugendarbeit im Fokus: der Generationswechsel, politische Konflikte, der Einfluss von KI sowie die zunehmende Verbreitung von Fake News. Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig eine reflektierte und faktenbasierte Medienbildung ist, um junge Menschen zu einem kritischen und selbstständigen Umgang mit Informationen zu befähigen.
Das Fachgespräch wurde in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft historisch-politische Bildung Bayern durchgeführt. Die Koordination lag beim Institut für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings in Gauting, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Max Mannheimer Studienzentrums, des Bildungszentrums Burg Schwaneck, des DoKuPäd Nürnberg, des Kreisjugendrings München-Stadt sowie der Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf.
Mehr Informationen zum Institut für Jugendarbeit Gauting finden Sie hier
www.institutgauting.de