Vom Bergbauerndorf zum Führersperrgebiet: Zeitzeugen berichten

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2. Juli 2025

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Der Obersalzberg war ab 1923 das Feriendomizil Adolf Hitlers. Während der Zeit des Nationalsozialismus entwickelte sich der Bergrücken oberhalb von Berchtesgaden zum zweiten Regierungssitz des NS-Regimes.

Der Film zeigt mit historischen Aufnahmen und Zeitzeugeninterviews, wie die einheimische Bevölkerung vertrieben wurde und aus dem alten Bergbauerndorf Obersalzberg ein Führersperrgebiet entstand – mit monumentalen Bauten wie Hitlers Berghof oder dem Kehlsteinhaus. Ehemalige Nachbar*innen berichten, wie Hitler in den 1920er-Jahren im Haus Wachenfeld lebte und an „Mein Kampf“ schrieb.

Nach 1933 mussten die Dorfbewohner*innen ihre Häuser verkaufen, während Hitler mit seinen engen Vetrauten Staatsgäste wie Benito Mussolini empfingen und von hier aus den Zweiten Weltkrieg führten. Erst im April 1945 wurde das Führersperrgebiet bei einem Luftangriff teilweise zerstört.

Der Film des Journalisten und Buchautors Ulrich Chaussy wurde von 1999 bis 2021 in der Dokumentation Obersalzberg gezeigt. Er ist für die Online-Version leicht überarbeitet worden.

Quellen:

Die Deutsche Wochenschau Nr. 609 20: Quelle: Bundesarchiv, Bestand Film: K-72204

Obersalzberg, Quelle: Bundesarchiv, Bestand Film: 27462-1