Dokumentation Obersalzberg präsentiert Sonderausstellung zu Rechtsterrorismus und seinen Folgen
Ab dem 12. Juni 2026 ist die Wanderausstellung „Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute“ des Memorium Nürnberger Prozesse in der Dokumentation Obersalzberg zu sehen. Sie beleuchtet historische und aktuelle Formen rechtsterroristischer Gewalt und rückt die Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt.
Rechtsterrorismus stellt bis heute eine Bedrohung für Demokratien weltweit dar. Rechtsterroristische Anschläge und Morde richten sich gegen einzelne Menschen und Bevölkerungsgruppen – und damit gegen eine offene Gesellschaft. Ziel der Täterinnen und Täter ist es, Angst zu verbreiten, gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen und demokratische Strukturen zu destabilisieren.
Die Sonderausstellung „Rechtsterrorismus“ macht die anhaltende Gefahr anhand regionaler und internationaler Beispiele sichtbar und ordnet sie historisch ein. Thematisiert werden unter anderem das Oktoberfestattentat von 1980 sowie die Morde des sogenannten NSU zwischen 2000 und 2007. Deutlich wird dabei: Rechtsterrorismus ist keine kurzfristige oder lokale Erscheinung der Gegenwart, sondern ein wiederkehrendes Phänomen der deutschen und internationalen Geschichte.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Perspektiven der Opfer und Betroffenen. Ihre Erfahrungen von Trauer, Trauma und dem oft langwierigen Kampf um Anerkennung stehen im Zentrum der Ausstellung. Gleichzeitig hinterfragt die Ausstellung den gesellschaftlichen, medialen und juristischen Umgang mit rechtsterroristischen Verbrechen.
Die Sonderausstellung wird von einem Vermittlungsprogramm ergänzt, das ab dem 12. Juni 2026 buchbar ist:
- Öffentliche Rundgänge durch die Dauer- und Sonderausstellung, 90 Minuten, jeden Dienstag um 11 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- Workshop „Rechtsextremismus unter der Lupe“ mit dem Schwerpunkt Terror, 4 Stunden. Buchung unter bildung@obersalzberg.de
Begleitend zur Sonderausstellung findet am 9. Juli 2026 um 19 Uhr das Obersalzberger Gespräch „Unter Grund“ mit der Autorin Annegret Liepold statt, musikalisch begleitet von Maxi Pongratz. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter anmeldung@obersalzberg.de
Die Sonderausstellung ist vom 12. Juni bis 27. September 2026 zu sehen.